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Witalij Frese

In seinen Werken befasst sich Witalij Frese (*1992) vor allem mit Fragen von Körperlichkeit und Körperwahrnehmung im Kontext kultureller, politischer, religiöser und psychologischer Prägung. Dabei stellt er tradierte Normen von Körperbetrachtung und -Bewertung infrage. Wie in seiner Malerei auch, rekurriert Frese in seinen Keramiken auf antike sowie christliche Ikonographie und klassische Symbole, die er klug und bedächtig in seine eigene Morphologie einbindet und damit neue Deutungsmöglichkeiten für vorgeprägte Symbole eröffnet.

 

Seine gender-freien und geschlechtlich fluiden Körperwesen befinden sich immerzu auf der Suche nach ihrem Selbst, wollen verschiedene Entwicklungen durchleben und sich neu erfinden. Frese strebt in seinen Darstellungen nicht nach endgültiger Einordnung, sondern betont vielmehr die individuelle Wandelbarkeit des Körpers. Besonders in seinen Keramiken, deren Zerbrechlichkeit besonders deutlich ist, versinnbildlicht Frese den Körper als organische Hülle, die nach Erfüllung mit Sinn strebt. 

Frese studierte ab 2013 Malerei an der Universität der Künste in Berlin, bei Martin Gerwers sowie Gina Burdass und Valérie Favre. Ein Semester verbrachte er zudem am Moscow State Academic Art Institute. Im Jahr 2019 schloss er seinen M.F.A. als Meisterschüler von Valérie Favre an der Universität der Künste ab. Er war Stipendiat der GOPEA, erhielt 2018 das Deutschlandstipendium und wurde 2016 mit dem Anna-Oppermann-Preis geehrt. 2015 erhielt er den Anerkennungspreis der Schulz-Stübner-Stiftung.

 

Ausstellungen bei HELDENREIZER 

  • 2022 CONNECT AND DISCONNECT, 20.05. - 15.07.2022 in München

Vita

  • Geb. 1992 in Russland

  • Lebt und arbeitet in Berlin

  • Moscow State Academic Art Institute named after V.I. Surikov
    of Russian Academy of Arts / Russland

  • 2013 – 2019 M.F.A./Absolvent und Meisterschüler, Universität der Künste Berlin, Klasse Valérie Favre

Auszeichnungen

  • 2019 – 2021 GOPEA-Förderprojekt 2019-2021

  • 2018 – 2019 Deutschlandstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

  • 2016 Anna-Oppermann-Preis

  • 2015 Moscow State Academic Art Institute named after V.I. Surikov
    of Russian Academy of Arts / Russia

  • 2015 Recognition Award / Anerkennungspreis der Schulz-Stübner-Stiftung