Martin WERTHMANN

Martin Werthmann gehört in seiner Generation weltweit zu den profiliertesten Künstlern, die sich intensiv mit der Gattung des Holzschnitts auseinandersetzen. Seine monumentalen, auf großen Papierbahnen ausgeführten Farbholzschnitte bestechen durch eine radikal neue Formensprache sowie eine Ästhetik, die das Vage und Diffuse ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. Daran unmittelbar angeknüpft ist die zentrale Frage des Raums, die im Œuvre des Künstlers eine zentrale Rolle einnimmt.

 

Dabei steht nicht der „klassische“, perspektivisch angelegte Raum im Vordergrund, sondern der Raum als sensuelles Erlebnis, in dem das menschliche Dasein in all seinen Facetten zum Ausdruck kommt. Seine monumentalen Holzschnitte begreift er als präzise konstruierte „Räume ohne konkrete Inhalte“, die dem Betrachter ein Spektrum an Sinn stiftenden, sinnlichen Erfahrungen ermöglichen und so das eigene Menschsein vergegenwärtigen. Ergo versteht Werthmann seine Holzschnitte weniger als Bilder, sondern als Installationen, die einen genuinen Erlebnisraum konstituieren, in den der Betrachter immer tiefer hineingezogen wird.

Ausstellungen bei HELDENREIZER

  • 09/2019 - "Martin Werthmann - SILENCE", 12.-14.09.2019 in München

Vita

  • Geb. 1982 in Gießen

  • Lebt und arbeitet in Berlin

  • 2004-2009 Studium der Bildenden Künste, Hochschule für Bildende Künste Hamburg

Publikationen

  • 2019 - Marcus Trautner (Hg.): SILENCE - Martin Werthmann, Heldenreizer Contemporary 2019

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