trans/rokoko

Andreana Dobrava

ab 5. Dezember 2019

Malerei von einer furiosen Dynamik und Sinnlichkeit, die schlichtweg überwältigt. Andreana Dobreva gestaltet Leinwände von magischer Anziehungskraft. Zwischen Figuration und Abstraktion oszillierend, verstrickt Ihre Malerei den Betrachter in raffinierte visuelle Welten, in denen ein scharfsinniges Arrangement von Form-Ornamentik und Farbenspiel zu einem optischen Feuerwerk verschmelzen.


Über die künstlerischen Mittel der Verfremdung, der Hell-Dunkel-Kontrastierung sowie der kompositorischen Zuspitzung setzt sich Dobreva dezidiert mit der Malerei des Rokokos auseinander. Im Vordergrund steht für sie die Sinnlichkeit des Wahrnehmungsmoments, die sie in der Synthese von tradierten Formen jener Epoche und der eigenen malerischen Verdichtung heraufbeschwört. Dabei arbeitet Dobreva nicht einfach mit Zitaten, sondern geht von real existierenden Werken des Rokokos aus, die sie in der Gänze transformiert.

Ihre Darstellungen wirken oftmals ephemer, wie eine Momentaufnahme oder ein flüchtiger Augenblick. Figuren und Szenen sind nur fragmentarisch zu erkennen und gehen in amorphen Farbmassen auf. Dobrevas virtuoser Umgang mit Farbe, ihr subtil arrangiertes
Spiel mit Licht und Schatten verleihen ihren Werken eine eigene stoffliche Qualität. Es geht nicht um das Erkennen, sondern um das reine Erleben – die pure Sinnlichkeit. Am deutlichsten wird dies in ihren Porträts, die ihrer ureigensten Funktion, der Repräsentation,
beraubt erscheinen. Person, Geschlecht oder Stand sind nicht mehr eindeutig identifizierbar, die Erscheinungen avancieren zu einem reinen Wechselspiel zwischen Farbe und Form sowie Licht und Schatten.

Vernissage am Donnerstag, 5. Dezember 2019 von 18-21:30 Uhr, Westermühlstr. 3, München.

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